Redewendungen Fahne Flagge

Redewendungen Fahne Flagge
Zahlreiche Redewendungen in unserer Sprache beschäftigen sich mit Fahne und Flagge. Man kann Flagge zeigen, sich etwas auf die Fahne heften oder die weiße Fahne schwenken.


 
Wie groß der Einfluss von Fahnen und Flaggen auf all unsere Lebensbereiche war spiegelt sich auch in unserer Sprache wieder. In zahlreichen Redewendungen zogen Fahnen aber auch Flaggen ein. Häufig steht der Begriff Fahne bzw. Flagge dabei für das Militär bzw. Waffen.
Hier einige Redewendungen hierzu.

Redewendungen Fahne


mit fliegenden Fahnen
Bedeutung: wechselt man seinen Standpunkt. Man wechselt auf die andere Seite bzw. man ändert offen seine Ansichten.

Mit fliegenden Fahnen untergehen.
Mit wehenden Fahnen untergehen.
Verlieren. Und das gründlich.

Sich etwas auf die Fahne schreiben.
Bedeutung dieser Redewendung: Man ist von einer Sache so sehr überzeugt, dass man für ihre Verwirklichung kämpft.
Herkunft dieser Redewendung: Früher wurden häufig Inschriften auf Fahnen gestickt. Da die Fahne zudem meist gut sichtbar gezeigt wurde, war das, was auf die Fahne per Nadel und Faden gestickt wurde, also sehr deutlich zu sehen. Wenn sich jemand also etwas auf die Fahne schreibt, dann ist weithin sichtbar, wofür dieser jemand steht, wofür er einsteht.

Ende der Fahnenstange erreichen
Bedeutung: Es geht nicht weiter.

Sich etwas an die Fahne heften.
Etwas für sich beanspruchen. Eigentlich nicht wirklich positiv. Nicht immer heftet sich derjenige etwas an die eigene Fahne, der auch wirklich für den Erfolg verantwortlich ist, denn er da für sich beansprucht.

Zu den Fahnen rufen.
Zum Militärdienst einberufen.

Zu den Fahnen eilen.
Zum Militär gehen. Am Krieg teilnehmen. Zu den Waffeneilen.
Hier steht Fahne für das Militärwesen und den Krieg.

Die Fahnen strecken.
Die Fahne streichen.
Aufgeben, sich ergeben.


Die weiße Fahne hissen.
Die weiße Fahne schwenken.
Die weiße Fahne zeigen.
Kapitulieren. Aufgeben.
Ursprung: Die weiße Flagge der Unterhändler. Die Parlamentärflagge ist eine weiße Flagge, die von Unterhändlern genutzt wird. Die Parlamentärflagge ist als weiße Flagge auch in Artikel 32 der Haager Landkriegsordnung (1899) festgelegt. Weiße Flaggen als Zeichen der Kapitulation wurden aber schon Jahrhunderte zuvor genutzt. So berichtet der römische Geschichtsschreiber Publius Cornelius Tacitus 109 n. Chr. Vom Einsatz einer weißen Flagge bei der Kapitluation römischer Legionäre. Und auch aus China ist der Gebrauch von Fahnen als Zeichen der Kapitulation wohl für die Zeit nach der Zeitenwende belegt.

Die Fahne hochhalten.
Aufrichtig bleiben. Sich bekennen. Aber auch: Als Letzter übrig bleiben.

Die Fahne nach dem Wind drehen. Das Fähnchen nach dem Wind drehen.
Die Fahne nach dem Wind richten. Das Fähnchen nach dem Wind richten.
Die Fahne nach dem Wind hängen. Das Fähnchen nach dem Wind hängen.
Ganz anders als Flagge zeigen, hier schließt sich der Sprecher der herrschenden Meinung an. Und wenn die Mehrheit ihre Meinung ändert, dann dreht man die eigene Fahne bzw. Meinung gleich wieder mit.
Herkunft dieser Redewendung: Die Wetterfahne auf dem Turm, selbst sehr unbeständig, da ihre Richtung eben vom Wind vorbestimmt wird.
Ähnlich zu Fahne im Wind drehen:
Wie eine Fahne im Wind.
Unverlässlich.

Eine Fahne haben.
:-)

Redewendungen Flagge


Flagge zeigen.
Bedeutung: Eigene Meinung kund tun. Sich offen zu den eigenen Ansichten äußern.

Unter falscher Flagge segeln.
Etwas vortäuschen; eine Sache falsch benennen. Auch hier steht die Flagge wieder für die Identität. Eine falsche Flagge ist somit eine Täuschung dieser.
Weitere Bedeutung: nicht in eigener Verantwortung handeln.
Piraten tarnten sich häufig mit einer falschen Flagge, um sich an ihre Opfer heranpirschen zu können. In Schußweite wurde dann die Piratenflagge gehisst, die falsche Flagge als Tarnung aufgegeben.

Die Flagge streichen.
Aufgeben, kapitulieren.

Allgemeine Redewendungen


Farbe bekennen.
Bedeutung: Eigene Meinung kund tun.

Etwas im Schilde führen.
Etwas vorhaben. Früher zeigte der Ritter auf seinem Schild sein Wappen und damit seine Identität. Damit war klar erkennbar, wofür der Ritter kämpft. Inzwischen hat die Redensart aber einen eher negativen Hintergedanken. Wer etwas im Schilde führt, hat meist hinterhältige Gedanken.



 


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